124to gelbes Eisen intelligent vernetzt

26.04.2019

Durchschnittlich 195 Tonnen Kalkgestein im Umlauf von der Ladestelle bis zum Abkippen: Diese Transportleistung müssen drei neue Cat Skws vom Typ 775G im Steinbruch Wiesenhofen im Einschichtbetrieb sicherstellen. Die Firmengruppe Max Bögl und ihre Sparte Roh- und Baustoffe nahmen die Baumaschinen von Zeppelin in den Einsatz. Seit Anfang der 80er-Jahre wird der Steinbruch von Max Bögl betrieben. Die drei neuen Muldenkipper haben im Jahr circa 800 000 Tonnen an Deckgebirge zu beräumen. Darüber hinaus haben die Transportgeräte den Anteil an Vorsiebmaterial, der für die weitere Produktion etwa von Hochleistungsbetonen ungeeignet ist, in Form von Abraum umzulagern.

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Neue Muldenkipper im Einsatz

Im Kalksteinbruch werden hochwertige Beton- und Asphaltzuschlagstoffe sowie Straßenbaustoffe produziert. Besonders die im Fertigteilbeton eingesetzten Splitte müssen höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden. Deshalb wurde das Schotterwerk in den Jahren 2013 bis 2016 umfangreich modernisiert, um über ein innovatives Gesamtkonzept die hohen Qualitätsanforderungen für die aufbereiteten Kalksteinkörnungen zu erreichen und die Rohstoffressourcen umfassend zu nutzen.

 

Beladung des Skws im Steinbruch in Wiesenhofen
Foto: Zeppelin Baumaschinen GmbH

 

Die neuen Muldenkipper sind dabei mit modernster Technik ausgestattet, um die Arbeitsabläufe möglichst effizient zu gestalten. Über das Produktions-Management-System lassen sich bis zu 2 400 Nutzlastzyklen speichern. Die Betriebsleitung des Steinbruchs Wiesenhofen erhält so Protokolle mit Datum und Uhrzeit über Gewichte, Transportzykluszeiten und Strecken. Darüber hinaus lassen sich auch Reifen, Nutzlastwert, Umgebungslufttemperatur, Maschinengeschwindigkeit oder Tonnenkilometer pro Stunde überwachen.

 

Beschickung der Siebanlage durch den Muldenkipper im Steinbruch Wiesenhofen
Foto: Zeppelin Baumaschinen GmbH

 

Um Features wie diese in den neuen Skw auch zu nutzen, erhielten die 13 Fahrer der insgesamt 21 am Standort beschäftigten Mitarbeiter eine Schulung durch den Baumaschinenlieferanten Zeppelin – zuerst in der Theorie, dann ging es an die Praxis direkt am Fahrzeug. Dabei erfuhren die Maschinisten etwa, dass ihnen Kontrollleuchten anzeigen, wann der letzte Durchgang der Beladung erreicht ist und der Muldenkipper voll beladen wieder Fahrt aufnehmen kann.

 

„Wir setzen zukünftig auf eine intelligente, digitale Vernetzung und direkte Kommunikation zwischen Mensch, Maschine, Anlage, Logistik und Produkt“
Thomas Ziegler, Bereichsleiter der Rohstoffbetriebe bei der Firmengruppe.

 

Intelligente Kombination aus moderner Sensorik und Echtzeit-Datenanalyse

Nutzlastdaten und Reifenzustand sind jedoch nicht die einzigen Werte, die genutzt werden, um die Effizienz der Baumaschinen-Flotte im Blick zu behalten. Kontinuierlich abgerufen werden auch andere Parameter, um die abzuliefernde Leistung zu erfassen. Dazu zählen GPS-Daten, Spritverbrauch, zurückgelegte Kilometer, Last- sowie Leerlaufzeiten, Motordrehzahl und –temperatur. Mittels Predictive Maintenance, der vorausschauenden Wartung, kann zudem vorausgesagt werden, wann welcher Schadensfall eintritt. Das soll drohenden Ausfällen der Muldenkipper vorbeugen und den Zeitpunkt für den Austausch von Ersatzteilen bestimmen. Damit will die Firmengruppe Max Bögl Stillstandzeiten abwenden.

 

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